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TU Berlin

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Vernacular Video Analysis

Lupe

abgeschlossenes Promotionsprojekt (2011-2014)

****Momentan befindet sich die (bereits verteidigte) Promotionsschrift in Vorbereitung zur Publikation.****

      Videoaufnahmen sind heutzutage überall präsent. In einer Vielzahl gesellschaftlicher Felder werden Videoaufzeichnungen verwendet. Handlungen und Verhaltensformen werden vermessen, interpretiert und analysiert. Videoanalysen sind nicht nur in der Wissenschaft sondern auch in mehr oder weniger professionalisierten Feldern alltäglicher Tätigkeit zu finden.  Diese reichen von der Arbeit der Polizei über Usability- und Marktforschung bis hin zu Sporttraining aber auch Rhetoriktraining und der Einübung von Choreographien, zur Arbeit in Kindergärten oder der kritischen Aktivität von politischen Aktivisten.       Mit dem Begriff Vernacular Video Analysis bezeichne ich die weit verbreitete Praxis der systematischen Betrachtung und Auswertung von aufgezeichneten audio-visuellen Daten (Video) zur zielgerichteten Analyse des Handelns (bzw. „Verhaltens“ oder „Bewegens“) von menschlichen Akteuren in jeweils spezifischen Kontexten.
Das Ziel der Dissertation ist eine Erkundung der tatsächlichen praktischen Umsetzung der Interpretation - wie genau gehen die Beteiligten in den jeweiligen Feldern mit den Videodaten um, wie kommuniziere sie am Video, mit dem Video und über das Video? Wie werden Interpretationen (kommunikativ) produziert und welche Rolle spielt hierbei spezifisches Expertenwissen? Auf Basis fokussierter Ethnographien im Bereich der Marktforschung, des Sporttrainings und weiterer ergänzender Felder wie der Polizeiarbeit wird gezeigt dass Videoanalysen nicht nur ein „abstrakt kognitiver Vorgang“, sondern eine Form kommunikativen Handelns darstellen.  Die beteiligten Subjekte  bringen ihre subjektiven wie auch professionellen Wissensvorräte mit ein und produzieren durch kommunikative Handlungszüge eine „gemeinsame Deutung“ des Videos.  In Videoanalysen wird kommunikativ Wissen und somit in der Konsequenz Wirklichkeit (re)konstruiert.

Bisherige Veröffentlichungen zum Thema
 
  • Tuma, R. (2012). The (re)-construction of human conduct:„vernacular video analysis “. Qualitative Sociology Review, 152–163. link
  • Tuma, R. (2013a). Die kommunikative Video-(Re) Konstruktion. In Kommunikativer Konstruktivismus (S. 363–382). Wiesbaden: Springer VS. link
  • Tuma, R. (2013b). Visuelles Wissen: Die Videoanalyse im Blick. In Visuelles Wissen und Bilder des Sozialen (S. 49–69). Wiesbaden: Springer VS. link
  • Tuma, R., & Schmidt, L.-M. (2013). Soziologie des visuellen Wissens–Vorläufer, Relevanz und Perspektiven. In Visuelles Wissen und Bilder des Sozialen (S. 11–30). Wiesbaden: Springer VS. link

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